ÖSTERREICH - UNGARN
Die Donaumonarchie - k.u.k.
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Einwohnerzahl

Die Gesamteinwohnerzahl betrug im Jahre 1910 genau 51.390.223, womit Österreich-Ungarn nach Russland und Deutschland die drittgrößte Bevölkerung in Europa stellte. Detaillierte Informationen zur Bevölkerungsverteilung finden sie unter Länder.


Sprachen

Da Österreich-Ungarn ein Vielvölkerstadt war, wurden innerhalb der grenzen zahlreiche verschiedene Sprachen gesprochen. Lediglich beim Militär war Deutsch die gemeinsame Kommandosprache, wobei die einfachen Soldaten nur etwa 100 wichtige Begriffe erlernen mussten.
Die Daten der folgenden Tabelle wurden während der Volkszählung des Jahres 1910 ermittelt:

Sprache Anzahl Sprecher Relativer Anteil
Deutsch 12.006.521 23,36 %
Ungarisch 10.056.315 19,57 %
Tschechisch 6.442.133 12,54 %
Polnisch 4.976.804 9,68 %
Serbisch und Kroatisch 4.380.891 8,52 %
Ruthenisch (Ukrainisch) 3.997.831 7,78 %
Rumänisch 3.224.147 6,27 %
Slowakisch 1.967.970 3,83 %
Slowenisch 1.255.620 2,44 %
Italienisch 786.422 1,50 %
Sonstige 2.313.569 4,51 %
Sprachenkarte Österreich-Ungarn 


Religionen

Im Gesamtstaat waren Katholiken mit über 75 % mit Abstand am häufigsten Vertreten. Alle anderen Religionsgemeinschaften waren nur gering (Protestanten 8.9 %,  Orthodoxe 8.7 %,  Juden 4.4 % und Muslime 1.1 %) vertreten. In den einzelnen Gebieten gab es jedoch große regionale Unterschiede wie die 1910 erhobenen Daten zeigen:

Religion Österreich Ungarn Bosnien-Herz.
Katholiken 90,9 % 61,8 % 22,9 %
Protestanten 2,1 % 19,0 % 0,0 %
Serbisch-Orthodoxe 2,3 % 14,3 % 43,5 %
Juden 4,7 % 4,9 % 0,6 %
Muslime 0,0 % 0,0 % 32,7 %
Religionskarte Österreich-Ungarn 


Städte

Die folgende Tabelle zeigt die größten Städte der Donaumonarchie nach ihrer Einwohnerzahl. Detallierte Informationen zu Wien, Budapest und weiteren Städten finden sie unter dem jeweiligen Link.

Rang Stadt Einwohnerzahl
1. Wien 2.083.630
2. Budapest 880.371
3. Triest 229.510
4. Prag 223.741
5. Lemberg 206.113
6. Krakau 151.886
7. Graz 151.781
8. Brünn 125.737
9. Szeged 118.328
10. Maria-Theresiopel 94.610
Wien um 1900 



Analphabetismus

Die Quote der Analpabeten konnte durch eine allgemeine Unterrichtspflicht nach und nach abgesenkt werden, war aber dennoch bei weitem höher als in den heutigen westlichen Industriestaaten und gehörte zu einem der größten bildungspolitischen Problemen in Österreich-Ungarn. Die Verteilung innerhalb der Donaumonarchie war sehr unterschiedlich und wurde 1880 und 1900 festgehalten:

Rang Analpahbeten 1880 Analpahbeten 1900
Königreich Böhmen 8,5 % 5,3 %
Königreich Dalmatien 87,3 %73,6 %
Königreich Galizien
und Lodomerien
77,1 %63,9 %
Erzherzogtum Österreich
unter der Enns
8,5 %6,0 %
Erzherzogtum Österreich
ob der Enns
8,6 %5,8 %
Herzogtum Bukowina 87,5 %65,2 %
Herzogtum Kärnten 39,6 %24,0 %
Herzogtum Krain 45,4 %31,4 %
Herzogtum Salzburg11,7 %8,7 %
Herzogtum Ober-
und Niederschlesien
11,8 %11,2 %
Herzogtum Steiermark 27,8 %18,0 %
Markgrafschaft Mähren10,4 %7,8 %
Gefürstete Grafschaft Tirol 9,7 %7,1 %
Küstenland 56,8 %38,2 %
Ungarische Reichshälfte
(mit Kroatien und Fiume)
58,8 %41,0 %
Bosnien-HerzegowinaUnbekanntUnbekannt
Alphabetisierungsrate 1880 


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"Es war Ungarn-Österreich früher groß wie nie, und Kaiser Franz der Donauhecht im Sumpf der Monarchie" (EAV - Wo ist der Kaiser?)