ÖSTERREICH - UNGARN
Die Donaumonarchie - k.u.k.
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Nach der Niederlage des Kaisertums Österreich im Deutschen Krieg von 1866 (siehe Vorgeschichte) und dem damit verbundenen Ausscheiden Österreichs aus der deutschen Staatengemeinschaft, waren die Deutschösterreicher nur noch eine von vielen Bevölkerungsgruppen innerhalb ihres Vielvölkerstaates. Schon bald entbrannte ein Streit über die Neugestaltung des Reiches, in dem den Ungarn, als zweitgrößte Bevölkerungsgruppe nach den Deutschen, eine besondere Stellung zuteilwurde.

Kaiser Franz-Joseph war gezwungen mit Ungarn Verhandlungen aufzunehmen um das Großreich zu retten. Während die Österreicher das Ziel hatten, den Staat in seiner jetzigen Größe, beizubehalten, gab es in Ungarn viele Stimmen die einen eigenen völlig autonomen Staat forderten. Der Liberale Ungar Ferenc Deák war jedoch der Meinung, dass ein unabhängiger Ungarischer Staat zwischen Deutschen und Russen früher oder später aufgerieben würde und daher keine dauerhafte Überlebenschance hätte. Mit dieser Meinung konnte er schließlich einen Großteil seiner Landsleute überzeugen, was dazu führte das Österreich und Ungarn über einen Ausgleich verhandelten.

Bereits Anfang 1867 konnten die Ausgleichsverhandlungen, mit dem Ergebnis, dass Ungarn innenpolitisch praktisch unabhängig wurde, abgeschlossen werden. Lediglich der Monarch, der fortan sowohl König von Ungarn als auch Kaiser von Österreich (k.u.k.) war, sowie Aussen- und Kriegsministerium inklusive deren Finanzierung waren weiterhin als Dach über der gesamten Monarchie.

Krönung des Königspaars in UngarnAm 17. Februar wurde Gyula Andrássy zum Ministerpräsidenten des ungarischen Reichsteil, auch Transleithanien genannt, ernannt. Kurze Zeit später wurde eine Regierung gebildet und der ungarische Reichstag wiederhergestellt. Am 15. März folgte ein Treueeid gegenüber des Monarchen Franz-Joseph. Mit den zeitgleich in Kraft tretendenAusgleichsregelungen war die Staatsgründung von Österreich-Ungarn de facto abgeschlossen.

Als offizielles Gründungsdatum der Donaumonarchie gelten jedoch zwei weitere Termine: Zum einen ist dies die feierliche Krönung von Franz-Joseph I. und seiner Frau Sissi zum neuen Königspaar von Ungarn am 8. Juni 1867 (Dieses Ereignis besiegelte auch die Versöhnung der Ungarn mit Habsburger Dynastie).
Zum anderen ist dies die kaiserliche Genehmigung der Dezemberverfassung, die fünf Staatsgrundgesetze enthielt, am 21. Dezember des gleichen Jahres.

Der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn war nun geboren und sollte in seiner einzigartigen Form über 50 Jahre lang existieren.


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"Es war Ungarn-Österreich früher groß wie nie, und Kaiser Franz der Donauhecht im Sumpf der Monarchie" (EAV - Wo ist der Kaiser?)